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Breitbandausbau "weiße Flecken"

Breitbandausbau "weiße Flecken"    


Eine flächendeckende leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist von elementarer Bedeutung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung des Landkreises Oberhavel. Für die weitere Steigerung der Lebensqualität, als Standortfaktor und insbesondere für die Entwicklung der wirtschaftlichen und touristischen Strukturen kommt dem Breitbandausbau eine Schlüsselfunktion zu. Denn der kontinuierliche wenn auch noch nicht flächendeckende Ausbau stellt eine entscheidende Rahmenbedingung für die Ansiedlung neuer und die Erweiterung bestehender Unternehmen dar und befördert Innovationen. Auch mit Hinblick auf die immer größer werdenden Datenübertragungsraten ist ein weiterer Ausbau der Breitbandinfrastruktur erforderlich, um die Region lebenswert für ihre Einwohner und wettbewerbsfähig für die hiesige Wirtschaft zu halten.

Wie wichtig eine bessere Breitbandinfrastruktur für den persönlichen Komfort jedes Menschen ist, kann man sich überall vor Augen führen: eine sehr große Anzahl der Oberhaveler hat heute Smartphones, nutzt Streamingdienste, braucht hohe Datenvolumen für Homeoffice und E-Schooling und möchte sich ein modernes Zuhause als "Smart Home" aufbauen.

Der Fortschritt der Technik hält nicht an und schon morgen werden wir mehr Mbit/s brauchen, um die neueste Technik auch nutzen zu können. Selbst für das in den Medien angekündigte moderne 5G-Mobilfunknetz brauchen wir Glasfaser für den Anschluss der Masten!

Dies hat der Landkreis Oberhavel früh erkannt und sich 2016 erfolgreich um Bundes- und Landesfördermittel im Rahmen der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ für den Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze bemüht.

Zweck der Förderung ist die Unterstützung eines effektiven und technologieneutralen Breitbandausbaus zur Erreichung eines nachhaltigen sowie zukunfts- und hochleistungsfähigen Breitbandnetzes (Next Generation Access(NGA)-Netz) in unterversorgten Gebieten, die derzeit nicht durch ein NGA-Netz versorgt sind (sog. „weiße Flecken“) und in denen kein NGA-Netz von privaten Investoren errichtet wird.

Nach einem europaweit durchgeführten Vergabeverfahren wurde die Telekom Deutschland GmbH im Jahr 2019 mit der Realisierung des Breitbandausbau im Landkreis Oberhavel beauftragt.

Mit Übergabe der Zuwendungsbescheide durch den Bund und das Land Brandenburg wurden im Sommer 2019 die Voraussetzungen für die Umsetzung des Gesamtprojektes geschaffen. Bis zum November 2023 sollen durch die Telekom Deutschland GmbH die „weißen Flecken“ im Landkreis Oberhavel erschlossen werden. Das Investitionsvolumen und damit der Auftragswert beträgt 39.662.687,28 EUR.

Mit diesem stellt das Vorhaben die größte, jemals getätigte Einzelinvestition des Landkreises Oberhavel dar. Der Eigenmittelbeitrag des Landkreises Oberhavel beträgt  3.966.267,73 EUR.

Der Bund unterstützt das Vorhaben mit einer Zuwendung in der Höhe von 50%, d.h. ca. 20 Millionen EUR.

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg unterstützt den Landkreis Oberhavel bei der Umsetzung dieses Vorhabens insgesamt mit einer nicht rückzahlbaren Zuwendung im Rahmen einer Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Höhe von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben mit insgesamt bis zu 15.865.075 EUR.

Für den Breitbandausbau wurde der Landkreis Oberhavel durch die Telekom in 12 Ausbaugebiete (Cluster) aufgeteilt, die in etwa den Vorwahlbereichen entsprechen. Begonnen haben die Tiefbauarbeiten für die Realisierung des Breitbandausbaus im Gebiet rund um Fürstenberg/Havel Anfang 2021. Die Telekom erschließt den Landkreis Oberhavel mit dem sogenannten "FTTH" (Fibre to the home). Damit enden die neuen Glasfaserleitungen nicht, wie bisher häufig, am Verteilerkasten auf dem Bürgersteig, sondern werden direkt in den Keller oder einen geeigneten Raum des Wohngebäudes hineinverlegt.

In Bezug auf die Verlegung der Glasfaser nutzt die Telekom unterschiedliche Methoden. Ein Großteil der Erschließung wird über den klassischen Tiefbau realisiert, aber auch Oberleitungen und alternative Verlegemethoden wie das sogenannte Trenching werden genutzt. Grundsätzlich ist die bestehende Infrastruktur ein guter Hinweisgeber dafür, wie die Glasfaser im Rahmen des Ausbauprojektes verlegt werden wird.

Weitere Informationen

Ziel des Maßnahmen ist es, untervorsorgte Gebiete („Weiße Flecken“) im gesamten Landkreis Oberhavel mit der Glasfasertechnologie zu erschließen. Diese Gebiete befinden sich sowohl in den ländlich geprägten Regionen von Oberhavel, als auch in Innenstadtbereichen und Randlagen. Insgesamt sollen knapp 10.000 Haushalte und 69 Schulen sowie Unternehmen zuverlässig mit Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s versorgt werden. Dazu werden mehr als 2.300 km Glasfaser neu verlegt und nahezu 400 km Tiefbau realisiert.

Rund 10.000 Haushalte, Unternehmen und Schulen erhalten im Landkreis Oberhavel bis Ende 2023 im Rahmen des geförderten Ausbauprojektes einen Glasfaseranschluss. Die Telekom realisiert den Ausbau.

Der Startschuss erfolgte im März 2021 an der Drei-Seen-Grundschule in Fürstenberg/Havel.

Mehr als 70% der Grundstückseigentümer haben sich inzwischen für die kostenfreie Erschließung ihrer Immobilie mit der zukunftsorientierten Glasfasertechnologie entschieden.

In allen zwölf Ausbauclustern finden aktuell Bauaktivitäten statt, denn es ist nicht so, dass die Cluster aufeinanderfolgend erschlossen werden, sondern zum Teil parallel.

Vollständig erschlossen sind bereits zwei Ausbaugebiete:

Cluster 2: Fürstenberg, Bredereiche, Himmelpfort

Cluster 6: Glienicke und Mühlenbeck

Hier können die Einwohner Produkte mit Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s) buchen. Damit können die Bürgerinnen und Bürger einen Anschluss nutzen, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zuhause. Zudem neigen sich breitbandige Anschlüsse an das Internet für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

Derzeit werden in 9 Ausbaugebieten Ausbaumaßnahmen zeitgleich realisiert:

Cluster 1:        Zehlendorf, Liebenwalde

Cluster 3:        Menz, Schulzendorf, Marienthal

Cluster 4:        Gutengermendorf, Seilershof, Grieben

Cluster 5:        Zehdenick, Gransee

Cluster 8:        Hennigsdorf, Birkenwerder, Velten

Cluster 9:        Nassenheide, Kemmen

Cluster 10:      Falkenthal

Cluster 11:      Löwenberg

Cluster 12:      Kurtschlag, Zühlsdorf

Der Baubeginn in dem verbleibenden Ausbaugebiet Cluster 7 (Oranienburg) erfolgt – abhängig vom Abschluss der notwendigen Genehmigungs- und Zustimmungsverfahren – in den kommenden Wochen.

Eine detaillierte Darstellung der Ausbaucluster Oberhavel finden Sie in der Rubrik Ergebnisse.

(Stand: 03.08.2022)

Startschuss für den Glasfaserausbau in Fürstenberg/Havel

Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt in zwölf sogenannten Ausbauclustern.

Die Ausbaugebiete II und VI sind bereits vollständig realisiert. In den Ausbaugebieten I, III-V, VII-XII werden aktuell Ausbaumaßnahmen durchgeführt.

Insgesamt wurden bereits mehr als 290,5 Kilometer Tiefbautrasse errichtet, nahezu 348 Kilometer Glasfaser eingezogen und mehr als 292 Nahverteiler installiert.  Derzeit sind bereits mehr als 1.810 Häuser mit der kostenfreien Glasfaserinfrastruktur erschlossen worden. (Stand: 29.07.2022)

Laut Telekom sind über 800 Adressen in Oberhavel mit Glasfaserprodukten durch den geförderten Ausbau buchbar. (Stand 13.06.2022)

 

Die Ausbaucluster von Oberhavel

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt den Landkreis Oberhavel bei der Umsetzung dieses Vorhabens insgesamt mit einer nicht rückzahlbaren Zuwendung im Rahmen einer Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben mit insgesamt bis zu 19.831.343 EUR

 

Ausbau Glasfaser an einer Oberleitung Verlegung Glasfaser mit Manneskraft Tiefbau in Liebenwalde

Die Bilder zeigen von links nach rechts den Ausbau Glasfaser an einer Oberleitung,
die Verlegung mit viel Manneskraft und den Ausbau in Liebenwalde.

Erstellung eines Hausabschlusspunkts Glasfaserteilnehmeranschluss offen Glasfaser-Hauptverteiler

Hier sehen Sie von links nach rechts die Erstellung eines Glasfaserteilnehmeranschlusses in einem Wohnhaus (Keller) und einen Glasfaser-Hauptverteiler an einer Straße.

Der Glasfaser-Hausanschluss und die Erdrakete

 

Die Telekom erklärt in diesem Video Ihrer "Netzgeschichten" zum Glasfaserausbau sehr anschaulich, wie der Hausanschluss mit Hilfe einer Erdrakete bis zum Hausübergabepunkt hergestellt wird und worauf jeder Hauseigentümer achten sollte.

 

Mit Klick auf das Bild werden Sie zu YouTube weitergeleitet. Hierbei können personenbezogene Daten an YouTube übertragen werden.

FAQ´s

In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat sich die Telekom Deutschland GmbH als Bieter durchgesetzt und ist damit für den geförderten Glasfaserausbau als Vertragspartner des Landkreises Oberhavel verantwortlich.

Der geförderte Glasfaserausbau im Landkreis Oberhavel wird mit Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und des Landkreises realisiert. Dabei hat der Fördermittelgeber Bund eine sogenannte Aufgreifschwelle definiert. Adressen, an denen weniger als 30 Mbit/s vorhanden sind, gelten danach als förderfähig.

Neben einer Nachfrage bei Ihrem bisherigen Anbieter können Sie auch über den Breitbandatlas des Bundes in Erfahrung bringen, welche Bandbreiten bereits an Ihrer Adresse vorhanden sind:

Karte Breitbandatlas

Sie möchten wissen, ob Sie förderfähig sind und vom Glasfaserausbau profitieren. Dann führen Sie einfach den Online-Check durch:

 

Telekom Glasfaserbeauftragung

Es kann verschiedene Gründe haben, warum Ihre Adresse nicht zum Fördergebiet gehört, obwohl Sie über weniger als 30 Mbit/s verfügen :

  • Bei Ihrem oder einem anderen Telekommunikationsunternehmen sind an Ihrer Adresse bereits 30 Mbit/s oder mehr verfügbar und diese Adresse ist damit nach den einschlägigen Fördervorgaben nicht förderfähig. Auf den Internetseiten der verschiedenen Telekommunikationsunternehmen können Sie jeweils einen Verfügbarkeitscheck für Ihre Anschrift durchführen.
  • Im Rahmen des relevanten Markterkundungsverfahrens hat ein Telekommunikationsunternehmen eine Ausbauabsicht mit mehr als 30 Mbit/s für Ihre Adresse mitgeteilt.
  • Ihre Anschrift gehört zum sogenannten Hauptverteiler-Nahbereich. Dieser umfasst die Kabelverzweiger im Abstand von 550 Meter Kabellänge um den Hauptverteiler beziehungsweise die örtliche Vermittlungsstelle sowie ebenfalls die Adressen und Anschlüsse, die über diese Kabelverzweiger versorgt sind. Anschlüsse im Hauptverteiler-Nahbereich sind grundsätzlich nicht förderfähig und damit von der Projekterschließung ausgenommen.
  • Sie sind „homes passed“ (= „nah am Haus vorbei“) an das TV-Kabelnetz eines Kabel-TV-Anbieters angeschlossen. Das bedeutet, dass der Anbieter Ihre Adresse bei Bedarf kurzfristig versorgen kann.
  • Ihre Adresse existierte zum Zeitpunkt der Analyse der „weißen NGA Flecken“ im Jahr 2016 nicht.

 

Jede geförderte Adresse hat einen Brief vom Landkreis Oberhavel mit Informationen zum geförderten Breitbandausbau erhalten. Der „Auftrag zur Herstellung eines Telekommunikationsnetzes in Förder- und Bestandsgebieten“ ist die Voraussetzung, damit die Glasfaser auf Ihr Grundstück gelegt werden darf und liegt dem Informationsschreiben bei. Dieser sollte ausgefüllt und unterschrieben zurückgesendet worden sein. Darüber hinaus bestand ab 2021 auch die Möglichkeit zur Online-Beauftragung über einen Link bei der Telekom.

Seit dem 30.06.2022 besteht die Möglichkeit zur kostenfreien Beauftragung nicht mehr.

Dennoch ist die Erschließung möglich. Bitte wenden Sie sich dazu direkt an den Bauherrenservice der Telekom. Die Anschlussgebühr in Höhe von 799,95 EUR muss dann jedoch von Ihnen errichtet werden.

Nach Abschluss der Feinplanung (= Detail-Netzplanung) und Einholung aller notwendigen Einzelgenehmigungen je Bauabschnitt wird das Netz sukzessive ausgebaut. Der erste Spatenstich fand bereits im März 2021 statt. Nach aktuellem Baufortschritt soll bis Ende 2023 der Bau des Glasfasernetzes abgeschlossen sein. Die einzelnen Ausbaucluster können nach jeweiliger Fertigstellung unabhängig voneinander von der Telekom in Betrieb genommen werden. Dabei richtet sich die Reihenfolge des Ausbaus insbesondere nach technischen, topographischen und logistischen Erwägungen des ausbauenden Telekommunikationsunternehmens Telekom und damit nicht zwingend der nummerischen Reihenfolge.

Nein, es besteht kein Anschlusszwang, das heißt Sie müssen das Angebot zur kostenfreien Erschließung nicht annehmen.

Die Erschließung mit Glasfaser ist für Sie im geförderten Ausbau kostenfrei.

Nein, sofern dieser auch künftig ein buchbares Produukt für die neu geschaffene Infrastruktur zur Verfügung stellt. Die Erstellung des Hausanschlusses erfolgt unabhängig vom Anschluss eines Vertrages bei der Telekom. Um den Anschluss nutzen zu können, ist jedoch ein entsprechender Glasfaservertrag notwendig.

Alle Flächen werden durch das Ausbauunternehmen wieder hergestellt.

Bitte wenden Sie sich an das bauausführende Unternehmen Telekom Deutschland GmbH unter der Servicenummer:

0800 77 33 888.

Das Projekt „weiße Flecken“ befindet sich in der Abschlussphase. Immobilien, die nach der Erfassung im Jahr 2016 entstanden sind, sich aktuell in der Planung oder bereits im Bau befinden, können leider nicht berücksichtigen werden.

Bitte wenden Sie sich an das bauausführende Unternehmen Telekom Deutschland GmbH unter der Servicenummer:

0800 77 33 888.  

Ihr Team für Fragen:

Claudia Flick

Prokuristin / Digitalisierung

breitband@winto-gmbh.de +49 (3302) 559-200

Susanne Neumann

Digitalisierung / Breitbandausbau

breitband@winto-gmbh.de +49 (3302) 559-211

Michael Schmidt

Digitalisierung / Breitbandausbau

breitband@winto-gmbh.de +49 (3302) 559-210